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Zisterzienser/-innen

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... die ersten Bewohnerinnen des Klosters

Bild links: Wappen der Zisterzienser.

Die Zisterzienser waren der erste zentral organisierte Orden der Christenheit. Gegründet 1098 in Citeaux (Frankreich; St-Nicolas-lès-Cîteaux) von einer Gruppe von Benediktern (Robert von Molesme, Alberich, Stephan Harding) im Laufe des 12. Jahrhunderts ausgeweitet bis weit in die Gebiete östlich der Elbe. Anders als andere Benedikter, lebten die Zisterzienser strenge Askese und Armut. Sie lehnten Einnahmen aus der Verpachtung von Ländereien oder aus Abgaben ab und wollten durch eigene Handarbeit ihren Unterhalt verdienen. Kleidung und Nahrung sollten anspruchslos sein, die Kirchen- und Klosterbauten schmucklos und ohne Turmbauten. Verzierungen, Bemalungen und Schmuck würden nur vom eigentlichen Ziel, Gott zu dienen, ablenken. Der Orden gewann im 12. Jahrhundert rasch an Bedeutung. Die Zisterzienser galten in dieser Zeit als der einflussreichste Orden innerhalb der katholischen Kirche. Im Gebiet des deutsche Sprachraumes waren im 12. und 13. Jahrhundert 91 Männerklöster und über 150 Frauenklöster entstanden. Besonders unter dem Einfluss von Bernhard von Clairvaux verbreiteten sich die Klöster rasch weiter über ganz Europa. Die Äbte der Tochterklöster trafen sich einmal im Jahr mit dem Abt des Mutterklosters in Citeaux zu einem Generalkapitel, dessen Beschlüsse für alle Tochterklöster verbindlich waren. Der Anschluss von Frauenklöstern an den Orden (durch Neugründung oder Umwandlung) wurde nach 1228 durch das Generalkapitel jedoch nicht mehr erlaubt.

In Friedland trugen die Zisterzienserinnen zur Kultivierung des Landes bei und waren begabte Landwirtinnen. Die Zisterzienser/-innen brachten nicht nur das Christentum ins Land, sondern mit ihm auch die Kultur. Man sagte von ihnen: "In der einen Hand halten sie das Kreuz, in der anderen Axt und Spaten." ... "Sie haben gerodet, geackert, Bienen gezüchtet, die Seen bewirtschaftet, Kranken gepflegt, Bücher studiert, gebetet ... Sie versprachen, arm, ehelos, gehorsam zu sein. Den Bau des Klosters und der Kirche an stillem Ort am Klostersee errichteten sie zur Ehre Gottes." (aus: Rudolf Schmidt: Die Herrschaft Friedland, Bad Freienwalde 1928). Zu den zisterzienserischen Idealen gehörte es aber nur bis etwa zum Ende des 13 Jahrhunderts, nicht von den Abgaben abhängiger Bauern, sondern nur von der eigenen Arbeit leben zu wollen. Später änderte sich dies. Die Landrodungen, die landwirtschaftlichen Großgrundbesitze führten dazu, dass diese Arbeit nicht mehr von den Mönchen oder Nonnen bewältigt werden konnte, sondern dass hierzu Laienbrüder aufgenommen werden mussten. Die Zisterzienser/-innen entfernten sich seit etwa dem Ende des 13. Jahrhunderts immer mehr von ihren ursprünglichen Idealen. Auch vom Kloster Friedland wurde bekannt, dass einzelne Familien dem Kloster erhebliche Unterstützung gewährten und zum Ausgleich die Töchter im Kloster untergebracht wurden.

Im heutigen Brandenburg gibt es noch 16 Klosteranlagen, in denen Zisterzienser/-innen lebten, darunter in Chorin, Heiligengrabe, Lehnin, Neuzelle, Zinna.

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