Überblick

Zisterzienser

Klosterkirche

Kloster

Pfarrhaus

Gutsanlage


Videoaufnahmen


Erinnerungen:

Schliephacke

Blache

Hinweise nehmen wir ebenso gern entgegen wie eigene Erinnerungen.

Gutshaus und Gutsanlage

Heute ist der 19.05.2019.
Zur Zeit auf dieser Seite 1 User online
.

... Bestandteil des historischen Ensembles um die Klosterkirche

GutshausBild links: Das alte Gutshaus um 1900 – Kern der historischen Gutsanlage.

Die alte Gutsanlage entstand in der Nachfolge des Besitzes der Zisterzienserinnen, nachdem der Ort 1546 in kurfürstlchen Besitz kam... ... 1763 erhielt Hans Siegismund von Lestwitz (1718-1788) Friedland als Lehn. Nach seinem Tode ging der Besitz an seine Tochter, Charlotte Helene von Lestwitz über (1754-1803), die als Frau von Friedland bekannt wurde. ... Im Jahre 1848 kam die Herrschaft Friedland an deren zweiten Sohn, den späteren Staatsminister Graf Heinrich August von Itzenplitz, der sie an seine Tochter Gräfin Luise vererbte. Diese war seit 1867 mit Karl von Oppen verheiratet (Gräfin Luise von Oppen, geborene Gräfin von Itzenplitz, 1839-1901, Grabstätte auf dem Friedhof Altfriedland). Deren Nachkommen führten das Gut auch in den nachfolgenden Jahrzehnten bis zur Enteignung durch die Bodenreform im Jahre 1946.

Gutsanlage

Zur Gutsanlage gehörten das Roebelsche Haus aus dem späten 17. Jahrhundert, das barocke Amtshaus (Gutshaus) aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und dem gründerzeitlichen Kopfbau einschließlich Stallscheune und die Grundstückseinfriedung mit Park. Die Gesamtanlage des Gutes dokumentiert die nach der Säkularisation (Übergang katholischer Güter in weltlichen Besitz) erfolgte Umnutzung der Klosteranlage und die seit dem 17. Jahrhundert nachvollziehbare Geschichte des Adelsgeschlechts in Altfriedland.

Das Roebelsche Haus wurde nach 1564 zu einem repräsentativen märkischen Adelssitz ausgebaut. Das Roebelsche Haus ist ein zweigeschossiger Putzbau von 5 Achsen unter keramisch gedecktem Satteldach, teilunterkellert mit einer mittig ungewöhnlich starken Wand. 1725 ließ Christian Busse ein großes Amtshaus (später Gutshaus) am südlichen Teil des Roebelschen Hauses anbauen: massiv, mit 25 Gebinden, eine Etage, 3 gemauerte Schornsteine sowie mit einem "holländischen Dach" (Mandsarddach) mit Ziegeln. Die Gräfin Luise von Oppen ließ 1883 den Südgiebel des barocken Gutshauses durch einen vollständig unterkellerten zweigeschossigen massiven Kopfbau mit Walmdach ersetzen. Das barocke Gutshaus wurde grundlegend überformt und innen wie außen neu gestaltet. So wurde das Mansarddach vollständig ausgebaut. Gleichzeitig wurden die Grundstückseinfassung und die Torpfeiler neu gestaltet bzw. gesetzt. Im Inneren hat sich die ursprüngliche Raumanordnung weitgehend bis heute bewahrt. In der DDR-Zeit wurde das Gutshaus unter anderem als Verwaltungssitz des Rates der Gemeinde genutzt. Südlich des Gutshauses befindet sich die ehemalige Stallscheune mit großflächigem Satteldach, ehemals die straßenseitige Begrenzung der Gutsanlage. Die Seite, die dem Gutshaus zugewandt ist, ist als massiver Ziegelbau ausgeführt - die Wohnung des Kutschers neben Pferdestall und Remise - später in der DDR-Zeit zeitweise als Jugendclub genutzt; die Giebelwand im unteren Teil wurde verputzt. Heute in Privatbesitz.

Nach der "Wende" 1989/90 gab es seitens der Gemeinde mehrere Versuche, die ehemalige Gutsanlage zu verkaufen und einem neuen Nutzungskonzept zuzuführen (siehe auch MOZ 29.05.2008). Seit 2011 sind sowohl das ursprüngliche Roebelsche Haus als auch das spätere Gutshaus im Besitz von Herrn Gilbert Herren / Schweiz.

Mehr Informationen zum Gutshaus: Gutachten des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäölogisches Landesmuseum aus dem Jahre 2001 (3.3. MB).

© Förderverein Klosterkirche Altfriedland e.V. Impressum Kontakt